Der Weg nach Feuerland

Von Andreas Groll
18. Feb 2019
ca. 3 Minuten


Von El Chaltén bis in den südöstlichen Teil Patagoniens: Feuerland

Um unsere Patagionenrundreise zu komplettieren wollten wir noch Feuerland ansteuern, wo es auch freilebende Königspinguine geben sollte. Daher mussten wir nach unserem Aufenthalt in El Chaltén noch ganz in den Südosten von Patagonien fahren. Dafür planten wir einen Zwischenstopp an der Atlantikküste Patagoniens ein. Río Gallegos ist dabei Mittel zum Zweck und bietet auch als Provinzhauptstadt genügend Übernachtungsmöglichkeiten. Nach unserem morgendlichen Ausflug in El Chaltén ging es dann über 450km auf asphaltierten Straßen nach Río Gallegos mit den Bergen im Rücken:

Abfahrt aus El Chaltén

Die Fahrt war recht unspektakulär, wenn man schon eine Weile hier unterwegs ist. Da überraschen auch keine Guanacos oder Nandus mehr. So eine Fahrt mach aber hungrig, dumm nur dass die meisten Restaurants in Río Gallegos erst um 20 Uhr öffnen. Daher mussten wir noch ein wenig hungern bis wir uns wieder lokalen Spezialitäten hingeben konnten und entschieden uns mangels Alternativen wieder für ein typisches Grillrestaurant.

Der moderne Grill im Inneren des Restaurants

Nach unseren Weinmengen in El Chaltén konnten wir auch hier nicht verzichten und nahmen die Empfehlung der Kellnerin an.

Der passende Wein zum Fleisch

Unsere bestellte Portion Lamm war aber leider enttäuschend, da sie zur Hälfte aus extra gegrillter Haut bestand. Einfach nicht unser Geschmack! Einzig die Grillgemüsevaration war lecker. Immerhin war das Essen was für das Auge.

Lamm mit Grillgemüse und Wein

Nach der Enttäuschung musste die Stimmung wieder aufgeheitert werden. Das geht am besten mit Eis. In Argentinien ist es üblich, dass die Eisläden das Eis zusätzlich noch in Bechern nach Größe verkaufen, da kostet dann mal das Kilogramm Eis 210 Pesos oder knapp 5€.

Eisauswahl

Am Ende gab es dann zwei Becher mit je zwei Geschmacksrichtungen, die wir im Zimmer mit unserem Freund Frank Plasberg und der Brexit-Diskussion verspeisten.

Eis mit Frank und dem Brexit

Am nächsten Morgen wollten wir dann zeitig los, da wir noch einmal 400km Weg, eine Fährfahrt und zwei Grenzen vor uns hatten. Ziel sollte eine der größeren Städte auf der argentinischen Seite von Feuerland sein: Río Grande. Eigentlich hatten wir noch auf dem Plan auf dem Weg dorthin einen Abstecher zum Parque Pingüino Rey mit den Königspinguinen zu machen, das hat aber zeitlich überhaupt nicht gepasst. Wir haben wie immer bei der Einreise nach Chile eine ganze Weile gewartet. Am Ende waren wir knapp vier Stunden bis zur Fähre in Punta Delgada unterwegs und verpassten knapp die Fähre über die Magellanstraße, die vollbeladen fünf Autos vor uns ablegte. Mit dem Warten und der Fährüberfahrt, die eigentlich nur 20 Minuten brauchte, haben wir fast zwei Stunden gebraucht. Deshalb entschieden wir uns direkt weiter nach Río Grande in Argentinien zu fahren. Die Grenze von Chile nach Argentinien liegt auch hier etwas einsam im Staub. Nur die Straße im “Niemandsland” zwischen den beiden Grenzposten war eine Schotterpiste, ansonsten konnte man die Strecke komplett auf Asphalt zurücklegen.

Der chilenische Grenzposten war eine Baustelle

Staubige Schotterpiste zwischen Chile und Argentinien

Nach ungefähr 9 Stunden kamen wir dann in unserer Unterkunt in Río Grande an. Río Grande ist groß genug, um genügend Auswahl an Restaurants zu haben. Diesmal versuchten wir es mit Salat und Pizza, also ohne Fleisch, beim Italiener.

Für den nächsten Tag stand dann eine Fahrt zur südlichsten Stadt Argentiniens auf dem Programmm. Mehr dazu auf einer weiteren Seite.

Andreas Groll

Andreas ist der Betreiber dieses Blogs. Er schreibt aktuell vermehrt über seine Weltreise und daher nur gelegentlich über IT-Themen.

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