Copacabana, Bolivien

Von Andreas Groll
24. Dec 2018
ca. 3 Minuten


Fahrt nach Bolivien und Entspannen in Copacabana

Am 49. Tag haben wir halb Neun Puno mit dem Bus verlassen, um weiter in Richtung Bolivien zu reisen. Gegen 11 Uhr waren wir an der Grenze zu Bolivien. Jetzt mussten wir alle mitsamt dem Gepäck den Bus verlassen, denn der Bus durfte nicht über die Grenze, genausowenig wie die peruanischen Begleiter. Wir mussten natürlich offiziell aus Peru ausreisen. Daher ging es zuerst ins Büro für die Ausreise, ein einfaches Häuschen direkt neben Straße.

Nach der Ausreise mussten wir mit Sack und Pack die Straße weiter in Richtung Bolivien gehen, einen leichten Hügel nach oben zu einem Steintor, was wahrscheinlich die Grenze war. Es kam einem allerdings nicht wirklich wie eine Grenze vor. Rechts und links neben der Straße waren die Verkaufsstände der Einheimischen aufgereiht, bis zur imaginären Grenze.

Grenzweg

Völlig emotionslos ging man durch das Steintor und war plötzlich in Bolivien, ein unscheinbares Schild wies darauf hin. Unser peruanischer Guide ging mit über die Grenze und versammelte alle ein paar Meter hin dem Tor und signalisierte, dass in dem Gebäude unterhalb der Straße die Einreise stattfindet. Keine Grenzkontrolle, nichts! Hätte man uns nicht gesagt, dass wir dort unseren Pass stempeln und die typische Gesichtskontrolle über uns ergehen lassen müssen, dann wären wir wohl einfach weiter bis zum Bus gelaufen.

Bolivien

Einreisekontrolle

Der “neue” Bus von Boliviahop war dann auch eine Enttäuschung: weniger modern und sehr schlech gefedert. Als wir uns dann in Bewegung setzten hatten wir das Gefühl, in einer Waschmaschine zu sitzen, jede Bodenwelle sorgte für ein ordentliches Durchgeschüttel. Zum Glück ging das keine 15 Minuten, dann waren wir in Copacabana. Hier erwartete uns ein Steinstrand neben dem Hafen mit vielen kleinen Motorbooten aber auch unzähligen Tretbooten.

Tretboote

Inka

Wir namen unser Gepäck und mussten nun einen Berg erklimmen zu unserer Unterkunft La Cúpula. Hier hatten wir einen eigenen Bungalow mit Aussicht auf den Titicacasee und gelegentlich grasten den hauseigenen Alpakas vor dem Fenster, einfach idyllisch!

Aussicht

Sonnenuntergang

Die Tatsache, dass es hier so entspannend war, die Ausstattung gepasst hat und die Verpflegung im Hotelrestaurant auch wunderbar passte (und besser war als im Ort), führte zu unserer Entscheidung bis nach Weihnachten hier zu bleiben. Unser Bus von Boliviahop hätte eh Weihnachtspause gehabt, so verlegten wir unsere Abreise von der Copacabana auf den 27. Dezember.

Alpaka1

Alpaka2

Alpaka3

Diese Verlängerung führte auch dazu, dass ich endlich mit dem Blog im Hier und Jetzt angekommen bin und nicht mehr hinterher hänge. Nebenher nutzten wir noch die Entspannung und machten ein wenig Heimkino bzw. schauten endlich mal wieder alle Folgen der Anstalt seit Sommer. Entspannung pur in Copacabana. Das einzige weniger gute ist die Internetverbindung hier im Hotel. Wenn man aber bedenkt, dass wir im ärmsten Land Südamerikas unterwegs sind (hat Venezuela jetzt diesen Titel?), ist es aber doch angemessen. Wir können uns bei Bedarf einfach 1200 MegaByte für umgerechnet 2,60€ über das lokale Mobilfunknetz.

Da nun der 24.12.2018 ist, beende ich das jetzt mit einem freudigen HoHoHo!

Andreas Groll

Andreas ist der Betreiber dieses Blogs. Er schreibt aktuell vermehrt über seine Weltreise und daher nur gelegentlich über IT-Themen.

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